Indischer Generalkonsul sieht sich bei NMH um

23.05.2016

Indischer Generalkonsul sieht sich bei NMH um

Das Unternehmen hatte ihn nach Hohentengen eingeladen – Ausbau der Aktivitäten in Indien geplant

Hohentengen (sz) - Der indische Generalkonsul M. Sevala Naik ist am Montag auf Einladung des Unternehmens NMH mit einer Delegation aus München nach Hohentengen gekommen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen eine Firmenbesichtigung sowie Gespräche zu künftigen Aktivitäten des Unternehmens in Indien. Der Generalkonsul stellte dabei auch ein Programm der indischen Regierung vor, das es deutschen Unternehmern leichter machen soll, in Indien Fuß zu fassen.

Der größte Teil der Gespräche fand hinter verschlossenen Türen statt. Erst zum Rundgang durch das Unternehmen wurden Bernhard Kräußlich, Wirtschaftsförderer des Landkreises Sigmaringen, und die Pressevertreter hinzugeholt. Stephan Wahl, Vertriebs- und Marketingleiter und Christian Bulander, Leiter der mechanischen Konstruktion, zeigten den Gästen den Weg von der Idee für eine Anlage über die Konstruktion bis zum Bau und Versand.

„Gerade der Kontakt zu Firmen, die auf so hohem Niveau produzieren, ist für Indien wichtig“, sagte Generalkonsul Naik. Er warb bei NHM für Indien als stabilen Wirtschaftsstandort mit weiterem Entwicklungspotenzial. „Das Ziel der indischen Regierung ist es, dass deutsche Unternehmen Indien als Produktionsstandort ins Auge fassen“, sagt er. Auf diese Weise würden Arbeitsplätze geschaffen und qualifizierte Ingenieure in Indien bleiben.

Kontakte knüpfen

Für NMH sei es vor allem interessant, Kontakte zu Lieferanten in Indien zu knüpfen, sagt Christian Bulander. Derzeit beliefert das Unternehmen aus Hohentengen den Automobilhersteller BMW in Indien mit verschiedenen Anlagen. „Wenn wir neue Aufträge in Indien bekommen wollen, ist es gut, ein entsprechendes Netzwerk zu haben“, so Bulander. Das habe in Malaysia über das Generalkonsulat bereits gut funktioniert. „Dort kennt man die Qualität der Firmen und bekommt gute Ratschläge, mit wem man zusammen arbeiten kann.“ Viele Einzelteile, die NHM zur Weiterverarbeitung einkaufe, würden in Indien vergleichsweise günstig hergestellt. „Um konkurrenzfähig zu bleiben ist es wichtig, da immer nach neuen Möglichkeiten zu schauen“, sagt Bulander.

Auch die Nachfrage nach Wartungs- und anderen Serviceleistungen sei groß. „Wir müssen so nah wie möglich an unsere Kunden überall auf der Welt heran, um Wartezeiten zu verkürzen und uns besser um sie kümmern zu können“, sagt Stephan Wahl. Das gehe nun mal nicht alles von der Göge aus. „Wenn uns dieses Mittelstandprogramm da bei unseren geplanten Schritten unterstützen und beraten kann, nehmen wird das gerne an.“ M. Sevala Naik ist am Ende des Tages positiv gestimmt. „NHM wäre für Indien ein sehr nützliches Unternehmen“, sagt er.

Die NMH GmbH beschäftigt am Standort Hohentengen 120 Mitarbeiter und stellt komplexe Mess,- Prüf- und Montageanlagen her, die vor allem bei Automobilherstellern und deren Zulieferern eingesetzt werden. Viele dieser Anlagen werden speziell in Hohentengen entwickelt und hergestellt und dann bei den Kunden montiert und in Betrieb genommen. Geschäftsführer und seit 2008 alleiniger Gesellschafter ist Alexander Frick. In Indien beliefert NMH derzeit den Automobilhersteller BMW.

Das Programm „Make in India Mittelstand“ der indischen Regierung zielt darauf ab, zunächst 30 deutschen Unternehmen dabei zu helfen, Produktionsstandorte in Indien zu eröffnen.


Bericht Schwäbische Zeitung

NMH GmbH l Am Flugplatz 2 l D-88367 Hohentengen | Telefon +49 (0)7572 7619-0 l Fax 7619-29 l nfnmhd